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Gedanken zur Jahreslosung 2022 – oder wie die Bibel schon wieder missbraucht wird!

Christoph Leinweber, 22.12.2021

(Keine) Godwin-Punkte – Oder wenn Schweigen Sünde ist

 

Wie lautet noch dieser uralte Kalauer?

 

"Warum werden Frauen seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden unterdrückt?"

 

"Weil’s funktioniert!"

 

Auf die aktuelle Situation rund um die Corona-Pandemie angewendet:

 

Warum ist es möglich, dass Hetzprediger seit mittlerweile anderthalb Jahren oder noch länger ungestraft und ungehindert von der Kanzel herab dafür sorgen können, dass mehr Menschen an diesem Virus sterben, als sterben müssten?

 

Einschub:

 

Wenn das jemandem schon zu hart sein sollte – es kommt noch besser!

 

An dieser Stelle wäre vielleicht noch der Hinweis angebracht, dass dieser Artikel sich an die Christen richtet, die sich während und zu dieser Pandemie vernünftig verhalten. Die anderen kann man sowieso nicht mehr erreichen.

 

Einschub Ende.

 

Wie kann es sein, dass einzelne angebliche Christen seit beinahe zwei Jahren öffentlich den allergrößten Schwachsinn zu dieser Situation verbreiten, und keiner stoppt sie?

 

An diesen beiden Fragen arbeite ich mich seit Beginn der Pandemie ab; ich selbst wurde als Fanatiker und Anhänger des Totalitarismus und mit anderen netten Worten beschimpft, und ich wette, dass eine Menge Christen dasselbe zwar nicht laut aussprechen oder schreiben, aber sehr wohl im Hintergrund denken.

 

Das geht nicht gerade spurlos an einem vorbei. Es führt dazu, dass man an sich selbst zweifelt, sich bis ins Essgefach hinterfragt, ebenso die gesammelten Informationen, ja sogar dazu, dass man grundlegend an der Existenz Gottes zweifelt – und ich schreibe deshalb "man", weil ich weiß, dass es nicht nur mir allein so geht!

 

Aber jetzt weiß ich endlich die Antwort!

 

Kürzlich sprach ich mit einer mir gut bekannten Person über andere gut bekannte Personen, die sich bisher nicht haben impfen lassen. Eine der beiden mit den üblichen schwachsinnigen Coronaleugner-Ausreden, die andere mit Verweis auf Gott, also irgendwas von wegen gottgegebenem Körper oder eindeutigen Zeichen von oben oder so ähnlich. Und diese beiden Personen leben in einer Hausgemeinschaft mit einer sogenannten vulnerablen weiteren Person.

 

Als ich davon hörte, fragte ich die erste Person, ob sie mal mit Person zwei und / oder Person drei gesprochen habe.

 

Nein.

 

Ob sie vielleicht mal darüber nachgedacht habe, Person zwei und / oder drei meine Stellungnahmen, die mit den biblischen Schlussfolgerungen, zukommen zu lassen.

 

Nein!

 

Die dazugehörige Begründung lautete ungefähr, das bringt nichts, die sind festgefahren, deren Kinder haben auch schon alles versucht.

 

Sie lautete übrigens nicht, meine angeblich biblischen Schlussfolgerungen zum Thema seien allesamt Blödsinn!

 

Tja, und deshalb weiß ich jetzt die Antwort.

 

Es ist schlichtweg Feigheit, fehlender Mut!

 

Und mir ist vollkommen unbegreiflich, wie man selbst in einer Situation, wo das Leben Dritter mehr oder weniger unmittelbar gefährdet ist, dieser Feigheit den Vorrang geben kann vor der Bereitschaft, in einen Konflikt zu gehen, der möglicherweise schmerzhaft wird, eine Freundschaft belastet oder sogar gefährdet.

 

Und gerade diese Wortwahl habe ich sehr bewusst gewählt: Auf der einen Seite ist das irdische Leben eines Dritten gefährdet, auf der anderen meine Freundschaft.

 

Und wir entscheiden uns für die Freundschaft und setzen auf das Prinzip Hoffnung? Nach dem Motto, lass uns die Klappe halten und hoffen, dass es gut geht?

 

Tja, dummerweise mehren sich gerade die Meldungen, aktuell auch aus dem christlichen Umfeld, wo sich diese fromme Hoffnung eben nicht erfüllt hat und stattdessen Menschen aufgrund von Impfverweigerung gestorben sind!

 

Ich habe es bereits zweimal erlebt, dass eine mir bekannte Person mir gegenüber beziehungsweise öffentlich mehr oder weniger direkt ihren Selbstmord angekündigt hat.

 

Beiden Personen habe ich sofort, als ich davon Kenntnis bekam, die Polizei auf den Hals gehetzt.

 

Beide Personen hatten sich nicht umgebracht oder den Versuch unternommen.


Die erste Person hat mir, als die Polizei wieder weg war, gestanden, dass sie es vorhatte – glücklicherweise hat ein Vollrausch das Vorhaben zunichte gemacht.

 

Die zweite Person hat der Polizei gegenüber vehement abgestritten, sich das Leben nehmen zu wollen, und mich später aufs Übelste beschimpft.

 

Interessant daran ist, wie ich vielleicht noch klarstellen sollte, dass die Polizei – auch noch im Ausland – besagte Aussage auf Facebook, die ich ihr als Screenshot schickte, sehr wohl als mögliche Suizidankündigung wertete und es für erforderlich hielt, die betreffende Person sowohl zunächst bei deren Mutter als auch anschließend an ihrem tatsächlichen Aufenthaltsort aufzusuchen.

 

Interessant an der zweiten Aktion, deshalb erwähne ich sie hier, war auch, dass es noch einige andere Personen gab, die das Ganze mitbekommen hatten, es aber nicht für nötig hielten, etwas zu unternehmen, weil die WAHRSCHEINLICHKEIT, dass jemand einen Selbstmord öffentlich ankündigt und dann auch vollführt, erfahrungsgemäß sehr gering sei!

 

Und ich war und bin der festen Überzeugung, dass ein Arbeiten mit Wahrscheinlichkeiten, wenn es um potenzielle tödliche Bedrohungen geht, grundsätzlich purer Schwachsinn ist!

 

Die Parallelen sind offensichtlich: Der Verweis auf die geringen Wahrscheinlichkeiten erspart den Konflikt. Den will man vermeiden. Und vielleicht ist es auch einfach Bequemlichkeit – oder sogar Gleichgültigkeit?

 

Und exakt dasselbe Prinzip erleben wir jetzt während der Corona-Pandemie.

 

Allerdings mit einem ganz bestimmten zusätzlichen Element, das das Ganze noch schlimmer macht. Dazu später mehr.

 

Zunächst will ich nochmals auf meine berüchtigte Kausalkette verweisen, die so viele Corona-Genies als lächerlich bezeichnen, die aber so ziemlich das Logischste an der gesamten Pandemie ist:

 

Irgendjemand, dem andere irgendeine Kompetenz zutrauen, äußert sich – beispielsweise von einer Kirchenkanzel, aber auch auf Facebook oder sonst wo – verharmlosend über das Corona-Virus und bezeichnet die Schutzmaßnahmen als übertrieben oder schädlich und hat natürlich aktuell jede Menge "Argumente" gegen die Impfung in petto.

 

Irgendjemand, der noch ein bisschen dümmer ist als sein geistiges oder geistliches Vorbild (in einem säkularen Artikel lautete die Formulierung neulich "Man holt sich seine Informationen vom Prediger seines Vertrauens!"), interpretiert die verharmlosenden Äußerungen dahingehend, dass er sich nicht vorsichtig und rücksichtsvoll verhält und sich überdies nicht impfen lässt.

 

Dieser einfache Geist geht also in irgendeiner Form Party machen – vielleicht geht er aber auch beispielsweise in den Gottesdienst einer Gemeinde, die ein juristisches Schlupfloch gefunden hat, das es ihr erlaubt, trotz eigentlich gegenteiliger Verordnung ihrer Landesregierung zu singen.

 

Das klingt übertrieben oder erfunden?

 

Bitteschön (etwa Minute elf):

 

https://www.youtube.com/watch?v=UTigEK4OZNY

 

Der einfache Geist steckt sich beim lauten Gemeindegesang an.

 

Das ist natürlich eine große Überraschung, hat doch die Gemeindeleitung selbst unter Berufung auf "alternative Experten" festgelegt, dass eine solche Gefahr nicht besteht oder vernachlässigbar ist oder so und dass die "Mainstream-Experten" mit ihren Warnungen übertreiben.

 

Dass so ein Virus sich nicht von Einstufungen wie "nicht besonders gefährlich" beeinflussen lässt, sondern nach dem binären Prinzip (null und eins, entweder oder, schwarz oder weiß) jede Gelegenheit nutzt, um von Mensch zu Mensch zu hüpfen, konnte ja keiner ahnen, nicht wahr?

 

Oder man hat halt eine Art Quote festgelegt, wie viele potenzielle Todesopfer der "unverhandelbare" Gemeindegesang wert ist.

 

Tja, und das erste Opfer ist bald zu vermelden, denn der einfache Geist besucht dummerweise nach dem Gottesdienst seinen übergewichtigen, an Diabetes leidenden Schwiegervater. (Dieser ist übrigens noch gar nicht so alt, nicht dass sich jetzt wieder irgendein Frommer hinter Psalm 90,10 zu verstecken versucht!)

 

Der Schwiegervater infiziert sich und ist analog zum Suppenkasper am fünften oder fünfzehnten Tage tot.

 

Besagte Kausalkette ist relativ leicht zu verstehen, denke ich.

 

Weiterhin sollte angesichts der vielen Irrungen und Wirrungen um das Corona-Virus leicht zu verstehen sein, dass dieses auch dann gefährlich ist, wenn die Zahlen angeblich alle übertrieben sind, wenn das Verhalten "der Politik" darauf hindeutet, dass das Ganze gar nicht so gefährlich oder gar erfunden ist, wenn die Zahl verfügbarer Intensivbetten reduziert wurde, wenn die Letalität angeblich nicht höher ist als die bei der Grippe, wenn Begriffe wie "Präventions-Paradoxon" aus dem Bereich Science Fiction stammen.

 

Das alles ist zwar kompletter Schwachsinn, aber es ist gleichzeitig auch vollkommen egal. Denn es spielt eben überhaupt keine Rolle, ob das Virus Deine gesamte Wohnsiedlung umbringen kann – wie zum Beispiel im Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg oder der Seniorenresidenz in Rudolstadt mit 47 respektive 28 Todesopfern tatsächlich geschehen – oder eben nur Deinen alten, kranken Nachbarn!

 

Wenn Du das alles nicht kapierst und daraus nicht ableitest, dass das Gebot der Stunde Vorsicht, Rücksicht und Impfung lautet, dann bist Du nichts weniger als ein Dummkopf!

 

Für diejenigen, welche diese Schlussfolgerungen noch begreifen, kommt erst jetzt das eigentliche Problem.

 

Dass es Feigheit ist, angesichts dieser Sachlage kein klares Wort zu den Leugnern, Verharmlosern und Verweigerern zu reden, hatten wir schon festgestellt.

 

Aber jetzt kommt noch ein anderer, ein ganz entscheidender und in der aktuellen Situation Menschenleben kostender Aspekt hinzu:

 

Die christlich-politische Correctness!

 

Das verzweifelte Bemühen um den Frieden und die Einmütigkeit in den Gemeinden.

 

Das war von Anfang an so und führte eben dazu, dass diejenigen, die sich gegen die obigen Auswüchse gestellt haben, vollkommen alleingelassen und teilweise sogar für ihr Auftreten heftig kritisiert wurden.

 

Nur hat man das bisher nicht so deutlich mitbekommen. Die beschriebene Kausalkette war etwas mehr Abstraktes, ein Nachweis ohnehin nicht möglich.

 

Jetzt aber wird es immer mehr offensichtlich.

 

Mittlerweile ist endgültig klar, welchen großen Anteil die Coronaleugner und Impfverweigerer am Sterben und am Leid von Menschen haben. Die Auswirkungen insbesondere der Weigerung, sich impfen zu lassen (an dieser Stelle die vermutlich auch hier wieder nötige Klarstellung: Ausgenommen von dieser Kritik sind alle, die sich aus konkreten medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Ausgenommen sind auch die wirklich Ängstlichen, wobei denen auch gesagt werden muss, dass sie irrational handeln und offenbar nicht rechnen können!), sind ungeachtet all der schwachsinnigen Gegen-"Argumente" von wegen Geimpfte sind auch ansteckend, die Impfung hilft nicht richtig und blablabla eindeutig und offensichtlich. Und sie lauten, es sterben derzeit haufenweise Menschen, die nicht sterben müssten, gäbe es nicht diese rücksichtslosen Egoisten und die mit ihrem falschen, krankhaften Stolz. Und sollte es tatsächlich wieder zu einem Lockdown kommen, haben die Verweigerer die größte Schuld an den daraus dann auch entstehenden Kollateralschäden.

https://projekte.focus.de/boostern-gegen-omikron

 

Wer das wiederum abstreitet: siehe oben!

 

Und jetzt kommt es zu der grotesken Situation, dass sich ausgerechnet die Impfverweigerer als Opfer darstellen.

 

Sie werden ja so ausgegrenzt und beschimpft, die Armen.

 

Sie werden verurteilt, obwohl doch das Impfen eine Gewissensentscheidung ist und ihr Gewissen ihnen sagt, lass dich nicht impfen.

 

Sie dürfen am Ende nicht mal am Weihnachts-Gottesdienst teilnehmen wegen 2G und 2G plus und was weiß ich.

 

Und wie reagieren die vernünftigen Christen – außer dem sonstigen Schweigen?

 

Sie bestätigen das, sie verleihen diesen verantwortungslosen, egoistischen, asozialen, von christlicher Nächstenliebe vollkommen unberührten Menschen bereitwillig die Märtyrerwürde!

 

Römer 14 ist das neue Zauberwort, das den Frieden in der Gemeinde sichert. Halleluja!

 

Und zu den 2G-Gottesdiensten haben wir jetzt sogar die Jahreslosung für 2022 parat:

 

"Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen."

 

Das heißt, im Namen des Herrn muss sich selbstverständlich gegen anderslautende Verordnungen der Obrigkeit gestellt werden.

 

Arbeiten wir das Letztere als Erstes ab:

 

Schwachsinn!

 

Setzt für Corona einfach nur Ebola ein und stellt Euch vor, kurz vor Eurem besinnlichen und ach so friedlichen Weihnachtsgottesdienst steht plötzlich einer vor der Tür, auf dessen T-Shirt steht:

 

Ich bin mit Ebola infiziert!

 

Gilt dann die Jahreslosung immer noch?

 

Lächerlich!

 

Allein an diesem abgedroschenen Beispiel mit Ebola kann man immer wieder erkennen, wie vorgeschoben und heuchlerisch die "Argumente" der Coronaleugner und derer sind, die hier die einzigartige Gelegenheit wittern, die ganze Pandemie unter den dicken Teppich des christlichen Scheinfriedens kehren zu können!

 

Um es auf den Punkt zu bringen: absichtlich Ungeimpfte haben in einem Weihnachts-Gottesdienst schlichtweg nichts verloren – es sei denn, man ist dort in der Lage, sie so zu isolieren, dass sie wirklich niemanden gefährden können, oder sie präsentieren einen frischen PCR-Test (der Schnelltest genügt hierfür nicht, er ist zu ungenau) –, denn sie gefährden dort ganz einfach diejenigen, die alles Menschenmögliche zu ihrem eigenen und zum Schutz ihrer Nächsten getan haben, und trotzdem nicht ausreichend geschützt sind.

 

Diese Realität mit frommen Worten und obendrein mit Bibelstellen aushebeln zu wollen ist purer Irrsinn!

 

Und nun zu Römer 14:

 

Wie kann man anhand dieses Kapitels zu der Annahme kommen, es könne sich um eine Gewissensentscheidung handeln, sich nicht impfen zu lassen, die man dann akzeptieren müsse, weil man den Schwachen ja nicht verurteilen soll?

 

Mit exakt demselben Argument könnten Zeugen Jehovas ihren Kindern eine Bluttransfusion verweigern – vermutlich tun sie das auch.

 

Der Verweis auf die Schwachen im Glauben gilt, ja, eben für die Schwachen! Das sind diejenigen, die echte Angst haben und echte, nachvollziehbare Gewissensnöte. Aber er gilt nicht für diejenigen, die aus irgendeinem nicht nachvollziehbaren Grund der Ansicht sind, ihr Leib sei ein Tempel, in den kein Impfstoff hineindarf oder so ähnlich.

 

Solche Leute sind nicht die Schwachen, um die es hier geht, sondern es sind Leute, die ihre Weisheit nicht vom Heiligen Geist bekommen, sondern vom heiligen Bimbam. Und dem muss argumentativ entgegengetreten werden.

 

Wo soll das denn enden, wenn jeder unter Berufung auf sein ganz persönliches, privates Gewissen und seine ganz persönliche, teilweise abenteuerliche Bibelinterpretation tut, was er will?

 

Wofür brauchen wir denn dann noch das Wort Gottes als Richtschnur?

 

Das alles ist nur noch absurd.

 

Da stehen diese Menschen am Straßenrand und schauen ungerührt zu, wie täglich fünfhundert Leichenwagen an ihnen vorbeifahren.

 

Dabei haben sie nichts Besseres zu tun, als weiterhin den Unsinn der Coronaleugner zu verbreiten.

 

Da verkünden sie sogar öffentlich stolz, sie konsumierten keine Mainstreammedien. Ja, bei ausschließlicher Telegram-Bildung kommt natürlich nichts Besseres heraus.

 

Da posten sie bei Facebook Beiträge über das Evangelium und im nächsten Beitrag glatte Lügen über angeblich 5.000 Impftote – und merken dabei nicht einmal, dass diese Zahl bereits aus dem September stammt und die aktuelle Marke bei 8.000 liegt. Und ebenso falsch interpretiert wird.

 

Da ballern sie den Orbit voll mit einer Verschwörungstheorie nach der anderen und, als ob das nicht schlimm genug wäre, einem Nazivergleich nach dem anderen.

 

Ich schrecke übrigens, wie man sieht, immer noch davor zurück, diejenigen, die mir während dieser Pandemie als übelste Coronaleugner aufgefallen sind, hier namentlich zu benennen und sie mit ihren schwachsinnigen und x-mal widerlegten Aussagen öffentlich bloßzustellen. Normalerweise gehörten sie an einen öffentlichen Internetpranger mit ihrem Verhalten.

 

Ich kann an dieser Stelle nur meine Facebook-Kontakte darauf hinweisen, dass sie diese Menschen offensichtlich kennen und ebenfalls als sogenannte Facebook-Freunde gelistet haben!

Und Euch würden die Augen übergehen, wenn Ihr lesen beziehungsweise noch einmal zusammengefasst sehen würdet, was diese Menschen in den letzten Monaten von sich gegeben – und was für eine totale Herzenskälte, Lieblosigkeit und Menschenverachtung sie dabei offenbart und welche unfassbaren Verleumdungen sie von sich gegeben haben.

 

Aber was machen die Vernünftigen, die Gemäßigten, die Gesitteten?

 

Sie schweigen!

 

Damit sorgen sie, und das macht die Angelegenheit noch grotesker, nebenbei auch noch dafür, dass die Leugner und Verweigerer, obschon insgesamt in der krassen Minderheit, in der Auseinandersetzung mit denen, die gegen sie aufstehen, in der Mehrheit sind. Darüber darf man eigentlich gar nicht nachdenken!

 

Und hier – wir nähern uns nach all den von vermutlich sehr gut erkennbarem Frust geprägten Abschweifungen dem eigentlichen Thema – kommt dann der eigentlich angebrachte Nazivergleich ins Spiel:

 

Es ist bekannt, dass damals (zu) viele Menschen geschwiegen haben, auch Christen, auch Kirchen und Gemeinden sogar.

 

Damals war es allerdings auch lebensgefährlich, nicht zu schweigen.

 

Heute steht ein kleines bisschen weniger auf dem Spiel:

 

a)

​Die Freundschaft. Welche auch immer.

 

Einschub.

 

Ich habe während dieser Pandemie eine Menge sogenannter Freunde verloren; Menschen, die ich für Freunde hielt. Aber was ist daran Freundschaft, wenn dir jemand überhaupt nicht zuhört und dich dafür beschimpft, dass du dich für den Lebensschutz einsetzt?

 

Das soll Freundschaft gewesen sein?

 

Tschüss und alles Gute! Gut, dass ihr weg seid! Kommt wieder, wenn ihr’s begriffen habt, dann können wir über Matthäus 18 nachdenken.

 

Einschub Ende.

 

b)

​Der (scheinbare) Friede und die vermeintliche Einmütigkeit in der Gemeinde – genauer gesagt die Illusion dessen, denn mehr ist es nicht, bei der nächsten Krise werdet Ihr Euch alle wundern, wie schnell die Gräben dann erst aufbrechen!

 

Aber auf der anderen Seite der Buchung oder der Medaille stehen Menschenleben auf dem Spiel – und wenn ich irgendetwas aus der Bibel richtig verstanden habe, steht das irdische Leben eines Menschen auf Rang zwei hinter dem ewigen!

 

Diese Gleichung vermeintlicher Friede und Freundschaft versus Menschenleben ist so krumm, dass es einem die Schuhe auszieht.

 

Soll das noch länger so weitergehen, oder fasst sich jetzt so langsam der eine oder andere Mutlose endlich ein Herz und widersteht den Leugnern und Verweigerern ins Angesicht?