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Stellungnahme kurz zur Corona-Impfung

Christoph Leinweber, 25.11.2021

Coronaimpfung - Für und Wider

Nachstehend einige Informationen aus medizinischer, mathematischer (!), ethischer und christlicher Sicht:

 

DIE THEORETISCHE SICHERHEIT

Die Entwicklungszeit war nicht extrem kurz; an mRNA-Impfstoffen wird seit Jahrzehnten geforscht, man musste nicht bei null anfangen.[1]

 

Entwicklungsschritte wurden parallel durchgeführt statt hintereinander.

 

Die Zulassungsverfahren wurden gestrafft.

 

Es wurden mehr Testpersonen herangezogen als normalerweise üblich.[2]

 

Es gibt ein Missverständnis bei den viel diskutierten Langzeitfolgen. Diese heißen nicht so, weil sie erst nach langer Zeit auftreten, sondern weil sie lange dauern.

 

Tatsächlich sind überhaupt keine Impfnebenwirkungen bekannt, die später als höchstens drei Monate nach der Impfung aufgetreten wären.[3]

 

Da der mRNA-Impfstoff sich sehr schnell im Körper abbaut, ist dies auch hierfür nicht zu erwarten.[4]

 

DIE PRAKTISCHE SICHERHEIT – ERKRANKUNG

Das PEI hat Stand 30.09.21 172.188 Verdachtsfälle von Nebenwirkungen nach der Impfung gemeldet. Siehe Fußnote 7.

 

21.054 davon gelten als schwerwiegende Verdachtsfälle. Siehe Fußnote 7.

 

In der gleichen Zeit sind in Deutschland etwa vier Millionen Menschen mit dem Virus infiziert worden (der Situationsbericht vom RKI beinhaltet auch 2020).[10]

 

Dies führte zu keiner Erkrankung, zu leichter Erkrankung ohne Folgeschäden (Long Covid), zu leichter Erkrankung mit Folgeschäden (Long Covid), zu schwerer Erkrankung ohne Folgeschäden (Long Covid), zu schwerer Erkrankung mit Folgeschäden (Long Covid).

 

Genaue Zahlen hierzu sind nicht bekannt – das Verhältnis Infizierter zu den Impf-Verdachtsfällen ist jedoch eindeutig.

 

DIE PRAKTISCHE SICHERHEIT - TOD

In Deutschland sind mittlerweile mehr als 100 Millionen Impfdosen verabreicht worden, weltweit knapp acht Milliarden.[5]

 

Mittlerweile liegen Erfahrungswerte für ein knappes Jahr vor. 

 

Somit müssten sämtliche Nebenwirkungen bekannt sein, es sei denn es gibt noch ungeimpfte Menschen mit extrem seltenen genetischen Dispositionen wie bei der Schweinegrippe. Die betroffenen Menschen wären angesichts der enorm hohen Impfzahlen aber längst aufgefallen.[6]

 

Es gibt Menschen, bei denen die Impfung nicht anschlägt. Menschen mit schwachem Immunsystem, Krebskranke, die eine Chemotherapie absolvieren.

 

Die Wirkung der Impfstoffe lässt nach einem halben bis dreiviertel Jahr nach und muss aufgefrischt werden.

 

Das Paul-Ehrlich-Institut sammelt die Impfdaten und veröffentlicht sie in seinem Sicherheitsbericht.

 

Stand 30.09.21 gibt es 1.802 sogenannte Verdachtsfälle, bei denen der Tod in einem relativ engen zeitlichen Zusammenhang zur Impfung eingetreten ist.[7]

 

In den meisten Fällen liegt das an schweren Vorerkrankungen oder am hohen Alter der Betroffenen. Das ist dasselbe wie die Einschränkung bei den Covid-Toten; hier wird unterschieden zwischen Covid als direkter Todesursache oder als sogenannte Begleiterkrankung ("am oder mit dem Virus gestorben!").

 

Das PEI geht, Stand November 2021, von 73 Todesfällen aus, bei denen die Impfung "als ursächliche Todesursache für möglich oder wahrscheinlich" gehalten wird.[8]

 

Seit Beginn der Impfungen in Deutschland sind etwa 60t bis 70t Menschen direkt an dem Virus verstorben (die verlinkte Grafik zeigt alle Covid-Toten inklusive 2020).[9]

DAS ZWISCHENFAZIT

Selbst wenn die 1.802 tödlichen Verdachtsfälle vollständig auf die Impfung zurückgeführt würden, läge das Verhältnis zwischen Covid- und Impf-Toten bei mehr als dreißig zu eins.

 

Wird realistischerweise das vom PEI genannte Verhältnis zugrunde gelegt, liegt die Relation bei achthundert zu eins.

 

Hinzu kommt das sogenannte Präventions-Paradoxon, also die Anzahl Menschen, die aufgrund der Schutzmaßnahmen nicht gestorben sind. Dieses trifft aber nur auf die direkten Covidfälle zu und nicht auf die Impfungen.

 

DIE MATHEMATIK

Die genannten Zahlen zeigen in Reklation zur Gesamtbevölkerung oder Altersgruppe Wahrscheinlichkeiten auf, mit denen man sich entweder infizieren und sterben oder nach der Impfung sterben kann. 

 

Die Wahrscheinlichkeit, eine bisher völlig unbekannte, eventuelle Langzeitschädigung davonzutragen, kann schlecht errechnet werden.

 

Stellt man beide Wahrscheinlichkeiten einander gegenüber, wird klar, dass es kein rationales Argument gegen die Impfung gibt, weil man beide nach dem Prinzip der doppelten Buchführung gegeneinander aufrechnen muss.

 

Die beiden Wahrscheinlichkeiten wurden bereits Anfang April 2021 von der Universität Cambridge am Beispiel der Sinusvenenthrombose einander gegenübergestellt. Dabei zeigte sich, dass bei lediglich einer Altersgruppe die Wahrscheinlichkeit mit 1,1 zu 0,8 größer war, einen Impfschaden zu erleiden, als an dem Virus zu erkranken, und zwar bei der Gruppe 20 – 29 mit dem geringsten Ansteckungsrisiko aufgrund der Lebensumstände (Beruf mit Publikumsverkehr etc.).[11]

 

Bei der Gruppe 60 – 69 lag das Verhältnis bereits bei eins zu siebzig zugunsten der Impfung.

 

Da die genannte Thrombose zwar selten, aber doch eine der häufigsten Nebenwirkungen war, kann man davon ausgehen, dass das Bild über alle Nebenwirkungen hinweg noch deutlicher zugunsten der Impfung ausfiel.

 

Dazu kommt noch der seitherige Impffortschritt, durch den sich die Waage noch viel stärker in Richtung Impfung neigt.

 

Im Klartext heißt das, wer sich aus Angst vor Nebenwirkungen nicht impfen lässt, handelt schlichtweg mathematisch falsch und irrational.

 

DIE ETHISCHE SICHT

Erstens ist es ethisch ein Dilemma für die Regierenden, über eine Impfpflicht nachzudenken. 

Denn es sterben nun einmal Menschen an der Impfung, wenn auch extrem wenige.

Trotzdem hätte man, wenn man jemanden zur Impfung zwingt und dieser daran verstirbt, einen Menschen in den Tod geschickt.

Dies ist zu bedenken, wenn man über die ebenfalls berechtigte Frage nach dem Gemeinwohl nachdenkt.

An dieser Stelle die erste ethische Aufgabe: Impfen lassen, um den Regierenden diese schwierige Entscheidung zu ersparen!

Zweitens ist es so, dass die Impfung nicht nur mich selbst schützt, sondern auch andere, weil Geimpfte insgesamt seltener, kürzer und mit geringerer Virenlast ansteckend sind.[12]

Das wird unter anderem ersichtlich an den aktuellen Inzidenzen. Es werden zwar aktuell Ungeimpfte deutlich häufiger getestet als Geimpfte, das erklärt aber nicht die gesamte Differenz von teilweise mehr als eins zu zwanzig.[13]

Vor allem angesichts der beschriebenen Impfdurchbrüche, die ja diejenigen betrifft, die sich gern schützen möchten, es aber nicht können, stehen wir in der Verantwortung für unsere Mitmenschen, und allein deshalb wäre es ethisches Handeln, sich impfen zu lassen.

 

DIE CHRISTLICHE SICHT

Zunächst eine Klarstellung zu den genannten Zahlen:

Diese werden von vielen Leugnern und Gegnern abgestritten oder aufgebauscht – in allen Fällen jedoch ohne irgendeinen Beleg.

Wer dies ebenfalls tut, sollte bedenken, dass er in diesem Fall abertausenden Menschen weltweit Manipulation und Lüge unterstellt, denn anders wäre das nicht zu managen. 

Weil die Informationen über Corona weltweit perfekt zueinander passen, müsste es unweigerlich eine perfekt organisierte Verschwörung sein, wenn ein wesentlicher Baustein davon erfunden wäre.

 

Wer das unterstellen will, ohne es belegen zu können, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er sich der Verleumdung schuldig macht und das griechische Verb dafür "diabolos" heißt![14]

 

Nachfolgend werden die ethischen Betrachtungen aufgegriffen und auf die christliche Ebene gehoben.

 

Jeremia 29,7 sagt:

 

"Suchet der Stadt Bestes!"

 

Diese Aufforderung ist als konkrete Handlungsanweisung an konkrete Personen in einer konkreten Situation hineingeschrieben. 

 

Anhand anderer Bibelstellen, beispielsweise der Bergpredigt (Matthäus 5,38 – 41) wird klar, dass es ein universelles biblisches Gebot an Christen ist, dafür zu sorgen, dass es dem Nachbarn gut geht.

 

Dazu sollen Christen sich zur Not auch übervorteilen lassen, also auch persönliche Einschränkungen in Kauf nehmen, wenn es sein muss (z. B. Lockdown).

 

Angesichts der Situation rund um das Virus und die Impfung wird klar, dass Letztere ein klarer Akt der Nächstenliebe ist. 

 

Das wäre er übrigens auch oder sogar noch mehr, wenn man selbst die Gefährlichkeit des Virus nicht für besonders hoch hält.

 

Es ist aber auch klar und verständlich, dass man Angst vor der Impfung haben kann. Schließlich ist der bevorstehende Pieks real, während das Virus irgendwie abstrakt da draußen herumschwirrt.

 

Für diejenigen, die Angst haben, hier die entscheidende Bibelstelle:

 

"Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten dienen (Römer 8,28)!"

 

Diese Stelle verheißt jedem, der Gott liebt, dass dieser ihn nicht zuschanden werden lässt, wenn er einen Akt der Nächstenliebe begeht. Und ein solcher ist die Impfung unzweifelhaft!

 

Das muss wohlgemerkt nicht bedeuten, dass man gesund bleibt nach der Impfung! Nein, man kann krank werden, schwer krank, unheilbar krank. Oder man kann sterben.

 

Aber dann ist Gott trotzdem der Regisseur, und Er wird das tun, was für uns das Beste ist!

 

Das ist eventuell schwer verdaulich, und es ist schwer, darauf zu vertrauen. 

 

Aber es ist DER Punkt, an dem sich entscheidet, ob ein Christ sicherheitshalber oben auf der Tribüne sitzenbleibt, das heißt ein theoretisches Namenschristsein lebt, oder im Vertrauen auf seinen Herrn hinunter in die Arena – sprich ins Impfzentrum – geht!

 

Frei nach Dietrich Bonhoeffer auf einer langweiligen Autobahn durch Frankreich gedichtet:

 

Und reichst Du uns den Impfungsstoff, den bittern,

entwickelt in doch viel zu kurzer Zeit,

wir nehmen mit Angst, doch ohne Zittern,

um zu verhindern vieler Menschen Leid.

 

Von guten Mächten wunderbar geborgen,

erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist mit uns am Abend und am Morgen

und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

 

Christoph Leinweber, 27.11.2021


[1] ZEIT, Corona-Impfung, 30.11.2020
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-11/impfstoffentwicklung-corona-impfstoff-erbgut-klinische-phasen-forschung

[2] Statista1, Studienteilnehmer Corona-Impfung, 26.07.21
https://de.statista.com/infografik/23809/anzahl-der-studienteilnehmerinnen-bei-ausgewaehlten-impfstoffstudien/

[3] ZDF1, Keine Langzeitschäden durch Impfung, 06.01.2021
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-impfstoff-langzeitschaeden-100.html
[4] Quarks, Wie sicher ist der Impfstoff, 18.12.2020
https://www.youtube.com/watch?v=OIB6LBWVw8o


[5] ZDF2, Impfungen weltweit, 27.11.2021
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-impfung-daten-100.html

[6] SPIEGEL, Schweinegrippe, 21.09.2018
https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/schweinegrippe-impfstoff-pandemrix-risiken-wurden-ignoriert-a-1229144.html

[7] PEI1 Sicherheitsbericht
https://www.pei.de/DE/newsroom/dossier/coronavirus/arzneimittelsicherheit.html

[8] PEI2 Paul-Ehrlich-Institut untersucht Todesfälle, 10.09.2021
https://www.fr.de/panorama/corona-impfung-cuxhaven-wie-gefaehrlich-sind-impfstoffe-fuer-kinder-corona-junge-12-stirbt-nach-impfung-zr-91095922.html

[9] Statista2, Tote nach Covid, 26.11.2021
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1100818/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-2019-ncov-nach-laendern/

[10] RKI1 Situationsbericht, 26.11.2021
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Nov_2021/2021-11-26-de.html

[11] Universität Cambridge, Risikobetrachtung, 07.04.2021
https://wintoncentre.maths.cam.ac.uk/news/communicating-potential-benefits-and-harms-astra-zeneca-covid-19-vaccine/

[12] RKI2 Geimpfte ansteckend, 19.11.2021
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/FAQ_Transmission.html

[13] BR24, Inzidenz nach Geimpft und Ungeimpft, 17.10.2021
https://www.br.de/nachrichten/bayern/corona-inzidenz-nach-impfungs-status-in-bayern-datenanalyse,SiaYifO

[14] Wikpedia, Diabolos, Verleumder, Durcheinanderbringer, Teufel, 10.10.2021
https://de.wikipedia.org/wiki/Teufel